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Klimaschutz fängt auf dem Teller an

Ein Ernährungsratgeber ohne Kalorientabelle

Designabsolventin Sophia Fahrland stellt mit Ihrem CO2-Sparbuch den CO2-Ausstoß in den Mittelpunkt.

Sophia Fahrland hat für ihre Bachelorarbeit ein Sparbuch entwickelt. Ein CO2-Sparbuch. Denn, so nennt die Designabsolventin der FH Münster auch ihren Ernährungsberater, „Klimaschutz fängt auf dem Teller an“. Also listet sie darin keine Kalorien auf, sondern den CO2-Verbrauch von Lebensmitteln. Und das auf einen Blick: linke Seite das Produkt mit einem hohen Verbrauch, rechte Seite eine klimafreundliche Alternative.

Die Recherchen dafür fasst die 29-Jährige in einer neuen Ernährungspyramide zusammen. Für Fahrland gelten nicht die üblichen Kriterien wie Zucker oder Fette, sondern allein der CO2-Ausstoß. Heißt: Der wichtigste Schritt ist es, pflanzliche Produkte zu bevorzugen, die nächste Stufe ist die Entscheidung für saisonale und regionale Lebensmittel, die Spitze bilden Bio-Lebensmittel.

tierindustrie amazonas abholzung klimaschutz auf dem teller Illustration ernaehrungsratgeberArgumente grafisch aufbereitet

Außerdem hat sie in ihrem 173-seitigen Buch ein paar gute Argumente grafisch aufbereitet, so dass der Leser auf die häufigsten Fragen der klimafreundlichen Ernährung eine Antwort erhält. Die Grafiken zeigen neben den Kohlendioxidwerten und dem Wasserverbrauch auch die Mengen an Treibhausgasen und die Länge der Transportwege: 1.550 Liter Wasser werden für die Produktion von 100 Gramm Rindfleisch benötigt; 7.631 Gramm Kohlendioxid fallen für ein Kilo Sahne an, nur 570 Gramm für ein Kilo Kokosmilch. „Ich glaube, dass es derzeit keine Publikation gibt, die diese Zusammenhänge so kompakt und so einfach erklärt“, sagt die Grafik-Designerin – und verbindet damit den Wunsch, dass Menschen ihre Ernährung mit Blick auf Klima und Umwelt hinterfragen.

Fahrland selbst ist Veganerin. „Anfangs aus ethischen Gründen, inzwischen bin ich es auch aus ökologischen. Natürlich weiß ich, dass nicht jeder alles perfekt erfüllen kann, aber viele kleine Veränderungen sind leicht zu bewerkstelligen.“

Im Frühling des letzten Jahres hat sie sich der Friday-for-Future-Bewegung angeschlossen – „dann war es nur noch ein kleiner Schritt bis zu meiner Idee für die Bachelorarbeit und das Buch“. Sie würde sich freuen, wenn sie mit ihrer Publikation Menschen dabei unterstützen könnte, ihre Ernährung für das Klima umzustellen. Die Chance dafür ist groß: Der Komplett-Media Verlag in München hat ihr Buch auf den Markt gebracht.

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Quelle: FH Münster | Bild ©: FH Münster/Anne Holtkötter

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