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Lenebshilfe-OTTE-Kaelte-GmbH-NordhornMahlZeit in Nordhorn

OTTE Kälte- und Gastrotechnik GmbH plant Küchen mit Meiko

Mit innovativem Konzept eröffnete die Lebenshilfe Nordhorn ihren ersten Integrationsbetrieb: Auf dem ehemaligen Gelände der Textilfabrik Nino in Nordhorn entstand eine neue Großküche mit Bistro und  DriveIn-Schalter. Betreiberin ist die GD Grafschafter Dienstleistungs- und Service gGmbH, die als Tochterunternehmen der Lebenshilfe Nordhorn Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt.

Täglich werden im Cook&Chill- und Cook&Serve-Verfahren Essen für MitarbeiterInnen von Behinderten-Werkstätten sowie für Schulen und Kitas produziert. Hinzu kommt das Catering-Geschäft, das seit der Eröffnung des integrativ ausgerichteten Unternehmens konstant wächst.

Einzigartig ist, dass sich der Integrationsbetrieb nach außen öffnet – mit dem Bistro „MahlZeit“ und einem DriveIn-Schalter, der Kunden mit PKWs einen Boxen-Stopp zur Mitnahme von Mahlzeiten ermöglicht. Gäste des Bistros frühstücken oder wählen mittags zwischen zwei Gerichten, die glutenfrei serviert werden. „Wir sind die erste Gastronomie in unserer Region, die Sonderkostformen anbietet“, betont Betriebsleiter Jürgen Bergjan, der mit seinem Team rund 1.100 Essen täglich im Cook&Chill sowie Cook&Serve-Verfahren produziert. Bis zu 150 Portionen davon werden über das Bistro und als Take-Aways verkauft, der Großteil wird an die Behindertenwerkstätten sowie an Schulen und Kitas geliefert. Nicht jede belieferte Zielstation verfügt über eine Satellitenküche mit Regenerationsmöglichkeiten, „so dass sich das Cook&Serve-Prinzip bei nahegelegenen Einrichtungen anbietet“,  kommentiert Jürgen Bergjan, dessen gastronomisches Refugium nach neuesten Standards behindertengerecht geplant und ausgestattet ist.

„Als Integrationsunternehmen erfüllen wir die Auflage, dass 40 Prozent der hier arbeitenden Menschen schwerbehindert sind“, so J. Bergjan, der insgesamt 17 Vollzeitkräfte nach dem Credo „individuelle Talente fördern“ beschäftigt. Vor diesem Hintergrund spielte die Küchen- und Ablaufplanung eine tragende Rolle. „Menschen mit Hadicap brauchen klare Linien zur Orientierung, offene Raumstrukturen und breitere Gänge als sonst üblich“, so die mit der Küchen- und Raumplanung beauftragte Dipl.-Ingenieurin Ulrike Senkowski (Geschäftsführerin Planungsbüro Kolb, Oldenburg), deren Planung auch „längere Reaktionszeiten“ von behinderten Menschen berücksichtigt. Von der innenarchitektonischen Küchenkonzeption des Neubaus bis hin zur Spültechnik wurde behindertengerecht geplant und ausgeführt.

Eine Sonderanfertigung der Spülmaschine M-iQ von Meiko verfügt über längere Zu- und Ausläufe, so dass genügend Zeit zum ein- und ausräumen des (Küchen-)Geschirrs, der GN- und Transportbehälter bleibt. Darüber hinaus sind zu reinigende Maschinenelemente farblich blau gekennzeichnet, so dass auch visuell eine klare Orientierung im Innenleben der M-iQ gegeben ist. „Das versteht jeder“, bringt es Jürgen Bergjan auf den Punkt, „das machen Menschen mit Behinderung oft besser, als Personen ohne Hadicap“.  Bis ins Detail wurde die Maschine behindertengerecht entwickelt, gebaut und analog dazu mit „Freiraum“ in das Gebäude integriert. Die Planung aller Arbeitsbereiche ermöglicht strukturierte Prozesse und reibungslose Abläufe, denn Behinderte sind sowohl in der Spül- und Produktionsküche, als auch bei der Kommissionierung, der Verteilung, im Catering und im Bistro aktiv.

Für das Planungsbüro Kolb war die Vielfältigkeit dieses Projektes mit Großküche, Bistro und DriveIn-Schalter Herausforderung und Bestätigung zugleich. „Bei der Realisierung von Integrationsprojekten greifen wir auch auf Erfahrungen zurück, die wir bei der Planung und Umsetzung solcher Einrichtungen bereits gesammelt haben“, so Ulrike Senkowski, deren weitere Aufgabe das Erzielen einer nachhaltigen Wirtschaftlichkeit in Sachen (Gebäude-)Technik war. Dabei galt es, eine höchst mögliche Effizienz auch im Bereich der Spültechnik zu bewirken. „Mit Herrn Michael Mayer (Vertriebsleiter Meiko) haben wir eine optimale Technik für unseren Kunden entwickelt, denn die Spülmaschine wird mit einem Block-Heizkraftwerk betrieben. Wir haben nach einer Technik gesucht, die das heiße Wasser abnehmen kann und die Lösung in der Sonderanfertigung des Modells M-iQ gefunden“.

Lenebshilfe-OTTE-Kaelte-GmbH-Nordhorn-Innen-unten

„Das ist bislang die einzige Maschine, die mit einem Block-Heizkraftwerk (BHK) betrieben wird“, kommentiert Christoph Partmann (Geschäftsführer der Otte Kälte- und Gastrotechnik GmbH/Nordhorn), der in die Planung involviert war und die komplette technische Ausstattung des Lebenshilfe-Nordhorn-Projektes – einschließlich der Kühl- und Steuerungstechnik - lieferte und installierte.

Christoph Partmann zum BHK: „Die Beheizung der Waschtanks, der Klarspülung sowie auch die Trocknung basieren nicht auf Strom oder Dampf, sondern auf Warmwasser-Kreisläufen. Dahinter steckt ein mit Erdgas betriebener Motor, der Abwärme erzeugt. Diese wird in das Wassernetz eingespeist. Der dadurch zusätzlich gewonnene Strom ist ein Abfallprodukt und wird verkauft“.

Der Kreis der Wirtschaftlichkeit schließt sich. Neben der effizienten Technik trägt das BHK zu einer umweltfreundlichen Lösung bei, die dem Gebäude einen „Energieausweis“ für seine nachhaltige Ausrichtung verschaffte. „Die Spülmaschine von Meiko ist die Innovation des Projektes“, so C. Partmann. „Die Inbetriebnahme lief genauso glatt wie bei einer normalen Maschine. Wir hatten keinen erhöhten Aufwand, die Einregulierung lief reibungslos und perfekt. Alles funktionierte von Anfang an“.

Thermoporten, GN-Behälter, das komplette Koch- und Küchengeschirr werden in der M-iQ hygienisch sicher gereinigt. Bis auf Gläser, Bestecke und Porzellan aus dem Bistro, das mit einer „eigenen“ Spülmaschine (PV 802) von Meiko ausgestattet ist.

Für die Zukunft zeigt sich Betriebsleiter Jürgen Bergjan gewappnet: Nicht nur im Bereich der Technik, auch mit der Umsetzung weiterer Ideen will er in Nordhorn neue Wege gehen. Das Speisenangebot umfasst Klassisches und Sonderkostformen jeder Art, wenn möglich stehen frische Produkte aus der Region auf der Speisekarte. Er kooperiert mit Bäckern und Fleischern im Umkreis von Nordhorn, ortsansässige Unternehmen werden unterstützt. In Kürze bringt Jürgen Bergjan das „MahlZeit Mobil Premium“ ins Rollen, das Gerichte in High-End-Qualität zum Kunden bringt. Der Unterschied zum herkömmlichen „Essen auf Rädern“ wird die gehobene Dienstleistung sein – der Kunde erhält sein Wunschgericht  einschließlich Porzellan, Besteck und Servietten. „Wir schnüren mit regionalen Erzeugnissen, Handwerksmeistern vor Ort und den Menschen mit Behinderung ein Gesamtpaket, das bis zu 8,50 Euro kosten kann“, erklärt Jürgen Bergjan. „Wir wollen den Verbraucher dahingehend sensibilisieren, dass ein Lebensmittel ein Mittel zum Leben ist und dass Qualität ihren Preis rechtfertigt“.

Kundenorientiert setzt das Team der GD Grafschafter Dienstleistungs- und Service gGmbH neue Maßstäbe in Punkto Dienstleistung: Ähnlich wie die Crew mit Planerin, Ausstatter und Jürgen Bergjan, die sich während der 1,5-jährigen Planungsphase als Team begriff. Ulrike Senkowski: „Wichtig ist es, dass alle an einer Baustelle beteiligten harmonisch zusammenarbeiten und sich nicht als Einzelkämpfer sehen. Wenn die Gruppe gut funktioniert, dann ist die Baustelle schlank, Arbeiten gehen zügig voran und der Kunde ist zufrieden“.

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Quelle: Meiko und Redaktionsbüro Karin Rehn-Hartmann

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