was-20-gramm-fleisch-ausmachen-forschungsprojekt-fh-muenster-nachhaltige-gastronomie

Was 20 Gramm Fleisch ausmachen können

Forschungsprojekt von FH Münster und Partnern zur nachhaltigen Gastronomie geht in die zweite Runde

Sie gehören zu den beliebtesten Gerichten in der Gastronomie: Hähnchenschnitzel und Bratwurst. Wie würden die Gäste wohl reagieren, wenn die Kantine die Fleischportion von 140 auf 120 Gramm verkleinert?

Würde sich das überhaupt nennenswert auf die Umwelt auswirken?

Das Studierendenwerk Münster hat das als Praxispartner in einem Forschungsprojekt erprobt. Die Gäste hätten auch die kleineren Portionen als ausreichend bewertet. Zukünftig könnten allein bei zwei Standardgerichten mit Hähnchenschnitzel und Bratwurst in nur einer Kantine, der Mensa am Ring, jährlich 3,6 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden, schreibt das Studierendenwerk in dem Buch „Nachhaltig außer Haus essen“.

Prof. Dr. Petra Teitscheid von der FH Münster hatte es mit Kollegen zum Abschluss der ersten Runde im Forschungsprojekt NAHGAST (Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Gastronomie) herausgegeben. Das Projekt ist nun in die zweite Runde gestartet. Auch bei NAHGAST II ist das Studierendenwerk als Praxispartner dabei, ebenso wie etwa der Mensaverein der Euregio-Gesamtschule Rheine. Insgesamt hat sich die Zahl der teilnehmenden Gastronomiebetriebe aus verschiedenen Segmenten von sechs auf mehr als 20 erhöht.

Zusemmearbeit auf Augenhöhe

„Wir möchten auf Augenhöhe mit Ihnen zusammenarbeiten“, sagte Silke Friedrich von der FH Münster bei einem Kick-off-Treffen für die Praxispartner aus der Region. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) koordiniert das Verbundprojekt, Prof. Dr. Petra Teitscheid leitet es. Forschungspartner sind die Technische Universität (TU) Berlin und das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie. „Alle globalen Nachhaltigkeitsziele sind direkt oder indirekt mit dem System Ernährung verknüpft. Der Gastronomie kommt dabei eine immer wichtigere Rolle zu, denn etwa jede zweite Mahlzeit nehmen wir inzwischen außerhalb unserer eigenen vier Wände ein“, so Teitscheid. Was in Kantinen und Restaurants auf den Tisch kommt, wirkt sich deutlich auf Umwelt, Gesundheit sowie auf Fairness gegenüber Mensch und Tier aus.

Vier Arbeitspakete stehen bei NAHGAST II nun auf dem Programm. Themen sind dabei die Evaluation des NAHGAST-Rechners, die Kommunikation mit den Kunden, Informationen zu Lebensmittelabfällen und die Evaluierung des Transfers in die Praxis.

Mit dem Rechner hat das NAHGAST-Team ein Online-Instrument entwickelt, mit dem Gastronomiebetriebe die Nachhaltigkeit von einzelnen Speisen bewerten lassen können: Wie verträglich ist das Gericht für Umwelt und Gesundheit, wie fair ist es gegenüber Mensch und Tier? Der Rechner ist kostenfrei unter www.nahgast.de/rechner abrufbar.

NAHGAST II wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Laufzeit endet im November 2020.

Übersicht Newsletter abonnieren

Quelle: FH Münster | Bild ©: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management

Die letzten News:

  • Uniti Expo 2024

    Welbilt präsentiert innovative Lösungen für Tabkstelle & Co

    Die Uniti Expo, Europas Leitmesse für die Tankstellen- und Carwash-Branche, bietet vom 14. bis 16. Mai 2024 in der Messe Stuttgart eine einzigartige Plattform für Innovationen und Trends.

    Weiterlesen...
  • Hotelverband und DEHOGA legen Positionen zur Europawahl

    Mitglieder sind zur Teilnahme aufgefordert

    Gemeinsam für ein starkes Gastgewerbe in einer leistungsfähigen Europäischen Union, das ist was die Branche voranbringt. Es geht um fairen Wettbewerb, weniger Bürokratie, mehr Flexibilität für die Wirtschaft und die Zukunftssicherung der Branche.

    Weiterlesen...
  • Der Countdown läuft

    Noch bis Ende April für den IHA Start-up Award 2024 bewerben

    Der Hotelverband Deutschland (IHA) schreibt erneut seinen Branchenaward für Start-ups aus. Ziel ist die Förderung praxisnaher und innovativer Produktentwicklungen für die Hotellerie in Deutschland. Interessierte Start-up Unternehmen können sich noch bis zum 30. April mit ihrem Produkt um den Award 2024 bewerben.

    Weiterlesen...